FRÖT

Haidpark, München-Fröttmaning, DE

Haidpark, München-Fröttmaning, DE

Ökologisches und kostengünstiges Bauen an der Fröttmaninger Heide im Norden der Stadt München

Die Siedlung in unmittelbarer Nachbarschaft des Fauna-Flora-Habitats der Fröttmaninger Grasheide wurde von 1998 bis 2006 als Pilotprojekt gemeinsam mit 3 Architekturbüros und der Bayerischen Landessiedlungsgesellschaft parallel zum politischen Entscheidungsprozeß entwickelt.

Häuser und Wohnungen mit hohem ökologischem Anspruch sollten für jedermann erschwinglich sein. Durch ein flächensparendes Erschließungsmodell und die Minimierung des Grundflächenbedarfs der Gebäude stehen 30% der Gesamtfläche als öffentliche Grünflächen zur Verfügung, auf denen ein Quartierspark im Süden, eine Übergangszone zur Heide und zwei Grünbänder in Ost-West-Richtung als wohnungsnahe Freiflächen geplant wurden. Mit Zwischenspeicherung in begrünten Dächern, geringer Bodenversiegelung und einem Mulden-Rigolen-System in den Grünverbindungen wurde ein effektives Regenwassersystem vorgesehen.

Quartierspark

Der südliche Grünraum des neuen Quartiers wird zum großzügigen Wiesenpark und Eingang zur Siedlung, mit besonnten und von Bäumen leicht bis tiefer verschatteten Flächen für Spiel und Sport oder einfach nur ruhigen Aufenthalt. Ein bestehendes Wäldchen aus teils bizarr gewachsenen alten Kiefern rahmt das Baufeld für eine Kindertagesstätte. Ergänzende Pflanzungen lichten sich zu offenen Wiesenflächen auf.
Inmitten des Parks ist die sogenannte Spielharpfe ein Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche: Ein in den Südalpen übliches traditionelles Holzgerüst für die Heutrocknung stand Modell für den farbigen Holzbau mit unterschiedlichen Ebenen, Kletterseilen- und netzen, Hängematten und Riesenrutschen.

Wohnquartier mit überwiegend sozialem Wohnungsbau

2007 – 2011 erfolgten Planung und Bau der Freiflächen für das östliche Wohnquartier.
Ein langer Gebäuderiegel schirmt die inneren hofartigen Freiräume mit ihren Spiel- und Aufenthaltsflächen zur U-Bahnlinie hin ab. Seine Rückseite erhält einen Filter aus Säulenpappeln, der den Weg entlang der Bahngleise begleitet. Kiefern, Eichen, Ebereschen und Kirschen wachsen auf einer Tiefgarage, die dem Geschoßwohnungsbau zugeordnet ist.

Planung: 1998 – 2006 (parallel zum politischen Durchsetzungsprozess)
In Zusammenarbeit mit: den Architekten Herzog + Partner,
Hilmer & Sattler, Steidle Architekten
Weiterplanung und Realisierung: Park und einzelne Siedlungsteile 2007 – 2011
Auftraggeber: Bayerische Landessiedlung GmbH (Städtebau und Park),
GBW AG, München (Wohnquartier)
Gesamtfläche: 11 Hektar

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