EGDA

KZ-Gedenkstätte Dachau, DE

KZ-Gedenkstätte Dachau, DE

Neuer Zugangsbereich und Besucherzentrum

Der bisherige Hauptzugang sollte von der Ostseite an die historische Stelle im Westen verlegt und ein neues Besucherzentrum in die Gesamtanlage eingebunden werden.

In einem ersten Bauabschnitt wurde eine weitläufige Eingangszone zwischen dem Parkplatz im Süden und dem alten Lagertor am sogenannten Jourhaus frei geräumt. Die parkartige Vorzone bindet historische Relikte ein und öffnet den Blick durch die Bauschutthügel nach Westen. Großflächige wassergebundene Decken mit integriertem Schlechtwetterweg und von Bäumen überstellt, sichern auch bei großem Andrang entspanntes Verhalten der verschiedenen Besuchergruppen.

Im zweiten Bauabschnitt wird das Konzept auf das Umfeld des Besucherzentrums erweitert und eine alte Wegeverbindung nach Westen wieder aufgedeckt. Das eingeschossige Gebäude von Florian Nagler fügt sich mit einer Holzstützenfassade – symbolhaft für die Bäume, die hier standen – in den Baumhain ein und öffnet sich zu drei, mit wenigen Elementen gestalteten Innenhöfen.

Der Weg nach Westen verbindet die Gedenkstätte mit der Straße der KZ-Opfer und stellt den geschichtlichen Zusammenhang mit dem Dachauer Bahnhof wieder her. Reste der historischen Beläge sind in die Splitt- und Mastixflächen integriert.

Auszeichnungen:
Dachauer Gestaltungspreis 2011
Architekturpreis Dachau 2011
(beide zusammen mit Florian Nagler Architekten)

Planung und Realisierung: 2004 – 2009
In Zusammenarbeit mit:
Staatliches Bauamt Freising
Florian Nagler Architekten (Neubau Besucherzentrum)
Auftraggeber: Stiftung Bayerischer Gedenkstätten
Gesamtfläche: ca. 4,5 Hektar

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