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Landeszentralbank, Kassel, DE

Landeszentralbank, Kassel, DE

Gärten auf Dächern, innerstädtische Platzgestaltung und Fortsetzung der Fußgängerzone

Die Landeszentralbank in Kassel liegt an einer stark befahrenen Straße mit großen Bürogebäuden und sehr viel Publikumsverkehr.

Das Gebäude wurde Ende der Achzigerjahre völlig umgebaut, erhielt ein zusätzliches Tresorgebäude und eine Tiefgarage, die den gesamten Freiraum zwischen Haus und Straße einnimmt.

Hier, wo auch eine der innerstädtischen Fußgängerzonen endet, galt es eine der Bedeutung des Gebäudes aus den Dreißigerjahren angemessene repräsentative Vorzone zu gestalten, vor allem aber einen für die Öffentlichkeit zugänglichen grünen Platz oder Stadtgarten.

Es sollte kein Kinderspielplatz werden, auch kein Raum für längeren Aufenthalt mit Sitzplätzen. So wurde es ein Bild, ein Gartenkunstwerk, das zur Freude der Passanten mitten in der Stadt liegt und dessen immergrüne, leicht eingewölbte Oberfläche sich im Wechsel der Jahreszeiten nur um Nuancen verändert. Zwischen den in Einzelhecken aufgelösten Pflanzstrukturen öffnen sich konvexe Räume für kontemplative Spaziergänge.

Die Buchs- und Eibenhecken stehen wie die Bäume (gefüllt blühende Vogelkirschen) in eigens gemischtem Substrat auf dem Dach der Tiefgarage. Die Details der Pflasterflächen konnten dank eines sehr aufgeschlossenen Bauherrn von Spezialisten in ihrem Fach ausgeführt werden.

Planung und Realisierung: 1985 – 1989
Architekt: PAS Jourdan Müller, Frankfurt
Bauleitung: Latz Riehl Partner, Kassel
Auftraggeber: Landeszentralbank Frankfurt
Fläche: 2.500 m²
Auszeichnung: Bauherrenpreis der Stadt Kassel für beispielhafte Gestaltung der Außenräume

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